Eltern 21


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1. Ausgangspunkt: Der SPD/Grünen-Antrag vom 18.3.2014

Nach der Petition in Baden-Württemberg wurde auch der Landtag in Hannover aktiv. Am 18.03.2014 stellte die Regierungskoalition in Hannover einen Antrag zur Förderung des Unterrichts zur "sexuellen Vielfalt" an den niedersächsischen Landtag. Er beinhaltet u.a. die folgenden Maßnahmen, die in erster Linie auf die angebliche „Homophobie“ unter Schülern fächer- und klassenübergreifend Einfluss nehmen sollen:

-      Lehrkräfte „für die Diversität der sexuellen und geschlechtlichen Identitäten“ zu sensibilisieren

-      Schulbücher nur noch dann zu genehmigen, wenn die Vielfalt sexueller Identitäten angemessen berücksichtigt ist.

-      Kerncurricula für alle Schüler so zu ergänzen, dass die „Existenz und Lebenswirklichkeit von Menschen verschiedener sexueller Identitäten hinreichend Berücksichtigung findet." 

Die homosexuelle Basisarbeit vor Ort für diesen Antrag wird durch das vom Land Niedersachsen geförderte Netzwerk www.schlau-nds.de geleistet. Seine Haupttätigkeit besteht -auf Anfrage durch Schulen- in Schulbesuchen durch Homosexuelle, die über ihren Lebensstil und ihre Erfahrungen berichten, und dies häufig ohne Lehrerbegleitung
(!) tun sollen.
Die Begründung des rot-grünen Antrags enthält Falschinformationen hinsichtlich des homosexuellen Bevölkerungsanteils und auch über das angeblich homophobe Klima an den Schulen.
Der Anteil betroffener Bevölkerungsgruppen erscheint als wesentliche Voraussetzung für die Notwendigkeit politischer Maßnahmen in einer Demokratie. Die in der Begründung angegebene Schätzung  von „5% – 10%“  nicht heterosexueller Menschen ist allerdings eine großzügig nach oben aufgerundete Schätzung, zumal aus wissenschaftlicher Sicht Angaben über solche Anteile „kaum möglich“ sind. Aus diesen Gründen erscheint die Relevanz schulpädagogischer Maßnahmen für eine solch geringe Bevölkerungsgruppe mehr als fragwürdig. Das angeblich homophobe  Klima an den Schulen hatte erst kürzlich eine Online-Umfrage des Sozialministeriums in Baden-Württemberg (BW) in Frage gestellt.  Rund 60% der homophoben und transphoben Befragten fühlten sich in den vergangenen fünf (!) Jahren „nicht diskriminiert“ 
  
2.     Bericht aus neue-hannoversche, G. Oberheide
        http://www.derfreiejournalist.de/?c=sexualisierung-durch-gender

3.     Der Gegenantrag der CDU vom 11.2014 (hier)

4.     Beschluss des Kultusausschusses vom 14.11.2014
        -    Protokoll (hier)
        -    Bericht von Nikolaus Franke, "Mit Einfalt zur Vielfalt" (hier)

5.     DEMO für Alle am 22.11.2014 (http://agensev.de/content/erfolgreiche-elterndemo-es-geht-um-unsere-kinder)

6.     Landtagssitzung 15.11.2014 - Entschließungsantrag (hier)